Falsche Messung, unsinnige Grenzwerte

Nun endlich wird deutlich, dass es bei der Jagd auf den Dieselmotor nicht mit rechten Dingen zugeht. Die Messstationen für die Feinstaub-Emissionen sind sehr häufig falsch positioniert, entgegen den EU-Vorgaben viel zu nah an Straßen und Kreuzungen, sodass auch die entscheidenden Durchschnittswerte verfälscht worden sind. Hinzu kommt die Fragwürdigkeit der Grenzwerte selbst: Die EU hat sie ohne wissenschaftliche Grundlagen festgelegt. Für die 40 Mikrogramm-Grenze gibt es keinen wirklich realistischen Anhaltspunkt, im Gegenteil: Maßgebliche Wissenschaftler und auch Lungenfachärzte halten diesen Grenzwert für vollkommen überzogen, es ist nicht einmal erwiesen, dass der Feinstaubgehalt der Luft überhaupt irgendwelche schädlichen Auswirkungen hat.

Wie also kommt es dann, dass in Deutschland – auch nur hier – eine solche Hysterie sich um die Dieselfahrzeuge hat entfalten können? Je tiefer man in die Materie eindringt, um so weniger kann man glauben, dass es sich bei folgenden Gründen um Verschwörungstheorien handelt, vielmehr rücken sie in den Bereich des sehr Wahrscheinlichen: Es gibt Interessen, die deutsche Autoindustrie zu schädigen, vor allem ihre technologische Marktführerschaft bei Verbrennungs- und hier besonders bei Dieselmotoren. Diese Interessen sind gebündelt in der japanischen dieselmotorfreien Autoindustrie, weshalb von dort auch Gelder in die „Deutsche Umwelthilfe“ geflossen sind, die wiederum den Kampf gegen den Dieselmotor juristisch anführt. Dass deutsche Gerichte sich in diese Kampagne einbinden lassen, hat mit der rechtlichen Qualität der 40-Mikrogramm-Grenze zu tun, die zur verbindlichen EU-Rechtsnorm wurde, die offenbar kein deutscher Politiker hinterfragt hat. Und die Grünen haben kein Interesse an solcher Hinterfragung, sie haben das ja wesentlich vorangetrieben, weil sie dem Individualverkehr insgesamt den Kampf angesagt und die Führerschaft in der Anti-Auto-Lobby übernommen haben.

Deutschland ist das einzige Land in der EU, das diese Kampagne hingenommen und die falschen Messungen und die völlig unsinnigen Grenzwerte unbesehen akzeptiert hat. Nirgendwo sonst gibt es solchen radikalökologischen Irrsinn, der die Bürger immens belästigt. Und so wird alles zum Zeichen einer mutlosen Politikerkaste, die sich von Stimmungen treiben lässt und keine entschiedene Führung mehr zeigt. Diese Kraftlosigkeit ist leider zum Signum der ausgehenden Merkel-Zeit geworden auch mit einer Energiewende, die bei ihrer Ausrufung nicht bis zum Ende durchdacht war und noch heute technologisch nicht möglich erscheint, ohne den Industriestandort Deutschland nachhaltig zu schädigen. Aber auch daran haben viele Spieler Interesse, innerhalb und außerhalb Europas. Sie sehen die ökonomische und ökologische Selbstzerfleischung Deutschlands mit Freude.

Umweltschutz muss sein, ohne Frage. Aber er braucht Augenmaß und muss halt machen vor einer Vergöttlichung der Natur, die um sich greift. Der Mensch und Christ muss die Natur erhalten – aber umgestalten darf er sie schon.

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